Hersteller von Bürotrennwänden bieten Polsterstoffe in eigenen Paletten (meist 40–120 Farben) sowie die Möglichkeit, das eigene Material des Kunden zu liefern (COM). Stofffarben werden in RAL, NCS oder den herstellereigenen Codes beschrieben. Für eine genaue Abstimmung auf das Branding sollten Sie ein physisches Muster anfordern: ein Bildschirmausdruck und eine Farbkarte können sich vom tatsächlichen Stoff um mehrere Delta-E-Grade unterscheiden.
Pantone ist das im Branding dominierende System, Stoffe werden jedoch selten in Pantone-Codes angegeben. Üblicherweise stellt ein Berater eine Brücke bereit: einen Pantone-NCS-RAL-Umrechner, aus dem das nächste Äquivalent in der Stoffpalette ausgewählt wird.
Bürostoffe gliedern sich in mehrere Texturkategorien. Glatt und meliert — eine einheitliche Farbe, ein minimalistisches Aussehen, passend zu modernen Scandi- oder Tech-Interieurs. Strukturiert (Tweed, Fischgrätbindung, Leinen) — organischer, wärmer, beliebt in Boutique-Büros und Coworking-Spaces. Mikrofaser — schmutzabweisend, leicht zu reinigen, in nahezu jeder Farbe erhältlich.
Die Textur beeinflusst nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Schallabsorption. Glatte, dicht gewebte Stoffe haben einen niedrigeren α-Koeffizienten als lockerere, offenere Strukturen bei gleicher Schaumstoffdicke.
Bürotrends ändern sich langsamer als in der Wohnarchitektur, haben aber ihre Zyklen. Derzeit beliebt sind Erdtöne (Terracotta, Beigetöne, Oliv) und kühle Grüntöne. Dieselben Farben waren in den 1970er-Jahren beliebt und sind zurückgekehrt. Das ist eine gute Nachricht: Eine neutrale, erdige Palette veraltet über 8–10 Jahre Nutzung nicht.
Farben, die schnell „aus der Mode kommen": intensive, gesättigte Töne (Elektroblau, Neonorange, Magenta), wenn sie als dominierende Farbe auf großen Flächen eingesetzt werden. Als Akzente in Glasfüllungen oder einem einzelnen Trennwandelement sind sie unbedenklich.
Langfristig sichere Farben: Grautöne (warm, mit einem Hauch Beige oder Grün), Marineblau und Graphit, Olivgrün, warmes Off-White.
Hat ein Unternehmen definierte Markenfarben, können Trennwände diese verstärken. Einige praktische Regeln: Kleiden Sie nicht das ganze Büro mit der Markenfarbe als dominierendem Hintergrund aus — das wirkt erdrückend und ermüdet schnell. Setzen Sie die Markenfarbe als Akzent ein: eine Trennwand, ein Stoffstreifen, eine abgegrenzte Empfangszone. Kombinieren Sie die Markenfarbe mit Neutraltönen: Ist die Marke rot, Trennwände in Grau mit einem roten Akzent an den Tischfronten.
Stoffe mit einer Scheuerbeständigkeit von mindestens 60.000 Martindale-Touren eignen sich für stark beanspruchte Flächen. In Büros mit hohem Personenverkehr (Korridore, Eingangsbereiche) bewährt sich ein beschichteter oder PVC-Stoff besser, der widerstandsfähiger gegen Abrieb und Schmutz ist. Die meisten Bürostoffe lassen sich nass mit Mitteln im pH-Bereich 5–8 reinigen. Tiefere Verschmutzungen erfordern eine Dampfreinigung oder den Austausch des Paneels.